Das Bauernhaus

Ursprünglich als Gutshof zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden, wurde das Anwesen im Zuge der Entwicklung des Großgrundbesitzes und der Einführung der Vetternwirtschaft erweitert und vom Eigentümer zu Ende des 19. Jahrhunderts als Sommerfrische genutzt. Die Gutshöfe waren große landwirtschaftliche Betriebe, die zu gewissen Zeiten des Jahres auch von den Grundbesitzern bewohnt wurden. Das großräumige ländliche Gebäude umfasste auch die Unterkünfte der Bauern, die Stallungen sowie die Lagerräume für das Viehfutter und die Ernte.

Der Grundriss von Il Sultano entspricht dem eines typischen Bauernhauses: das Anwesen ist nach außen hin geschlossen, alle Türen und Tore gehen zum Innenhof. Die Außenmauern schützen vor Eindringlingen und Räubern; ein Aussichtsturm, der ursprünglich zum Trocknen von Mandeln verwendet wurde, ermöglichte es, türkische Schiffe, die an der Küste von Caucana anlegten, schon in weiter Entfernung zu erspähen. Eine große Eingangstür mit einem widerstandsfähigen Tor bot den Wagen und anderen Arbeitsmaschinen Zugang zum Hof.

Komplexe Systeme hydraulischer Ingenieurskunst, auch heute noch einsatzfähig, ermöglichten die Sammlung des Regenwassers. In einer Mulde, der sogenannten "Morte" (Tod), floß das Wasser von den Feldern zusammen. In einer Zisterne, die ausschließlich für den eigenen Gebrauch genutzt wurde, sammelte man den auf die Dächer gefallenen Regen.